Corona-Pandemie treibt deutsche Gesundheitsausgaben auf Rekordhoch

Berlin (Reuters) – Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind im zweiten Corona-Jahr 2021 auf einen Rekordwert gestiegen.

Sie kletterten um 5,7 Prozent oder 25,1 Milliarden Euro auf 465,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in einer Schätzung mitteilte. Maßgeblichen Anteil hätten die Ausgaben für Tests und die Impfkampagne. Detailliertere Zahlen legte die Behörde für 2020 vor, als die Kosten auf 440,6 Milliarden Euro zulegten oder auf 5298 Euro je Einwohnerin und Einwohner. “Damit stiegen die Gesundheitsausgaben pro Kopf erstmals seit Beginn der Berechnungen 1992 auf einen Wert über 5000 Euro.” Die Gesamtsumme lag damit 2020 um 6,5 Prozent höher als 2019, dem Jahr vor der Virus-Pandemie.

Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug damit im ersten Corona-Jahr 13,1 Prozent. Mit einem Anteil von knapp 55 Prozent war die gesetzliche Krankenversicherung auch 2020 mit Abstand größter Ausgabenträger im Gesundheitswesen, vor privaten Haushalten und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck mit 13 Prozent. Die soziale Pflegeversicherung kam auf fast elf Prozent. Auf die private Krankenversicherung entfielen acht Prozent der Ausgaben, während die öffentlichen Haushalte sieben Prozent schulterten.

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