Dax niedriger erwartet – Konjunkturdaten im Blick

Frankfurt (Reuters) – Zum Auftakt des neuen Börsenmonats wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag niedriger starten.

Am Freitag hatte er dank ermutigender Firmenbilanzen 0,8 Prozent auf 14.097,88 Punkte zugelegt.

Neben dem Ukraine-Krieg bleibt die Inflation und die Reaktion der Notenbanken darauf das große Thema auf dem Börsenparkett. Zwei Tage vor der erwarteten Zinserhöhung der US-Notenbank um einen halben Prozentpunkt steigt die Anspannung am Markt. Entscheidend werde, wie stark die Fed in den kommenden Monaten an der Zinsschraube drehen und wie rasch sie ihrer Wertpapierbestände abbauen werde, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

Da die Teuerungsrate auch hierzulande so hoch ist wie seit Jahrzehnten nicht, gerät die Europäische Zentralbank (EZB) unter Zugzwang, eine Zinswende einzuleiten. “Daran ändert auch die deutliche Abschwächung der Konjunktur wenig”, sagte Commerzbank-Analyst Christoph Weil.

Rückschlüsse auf die EZB-Geldpolitik versprechen sich Börsianer von den anstehenden Konjunkturdaten. Die deutschen Einzelhandelsumsätze sind im März Prognosen zufolge wie im Vormonat um 0,3 Prozent gestiegen. Beim europäischen Geschäftsklima-Index erwarten Experten für April einen Rückgang auf 108 Punkte von 108,5 Zählern.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand

am vorangegangenen Handelstag

Dax

14.097,88

Dax-Future

13.933,00

EuroStoxx50

3.802,86

EuroStoxx50-Future

3.688,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung

vorangegangenen Handelstag

Dow Jones

32.977,21 -2,8 Prozent

Nasdaq

12.334,64 -4,2 Prozent

S&P 500

4.131,93 -3,6 Prozent

Asiatische Indizes am Montag Stand Veränderung

Nikkei

26.899,12 +0,2 Prozent

Shanghai

Kein Handel

Hang Seng

Kein Handel

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