Uniper-Rettungsgespräche “nicht leicht” – Regierung hofft auf schnelle Lösung

Berlin (Reuters) – Die Bundesregierung erwartet eine “zeitnahe” Lösung, wie der Gas-Importeur Uniper gerettet werden soll.

Die Gespräche seien nicht leicht, was allen Beteiligten auch klar sei, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Montag in Berlin. “Ich habe ja gesagt, dass wir zeitnah eine Entscheidung verkünden werden.”

Eine Regierungssprecherin ergänzte, Bundeskanzler Olaf Scholz habe klar gemacht, dass Uniper geholfen werde und sich die Belegschaft sowie Kunden darauf verlassen könnten. “Wir sind dabei, den konkreten Weg mit dem Unternehmen zu besprechen.” Zu Details wollte sie sich nicht äußern.

Die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums fügte hinzu, es gebe auch Gespräche mit der finnischen Seite. Zu Einzelheiten wollte sie sich allerdings nicht äußern. Uniper gehört mehrheitlich dem vom finnischen Staat kontrollierten Energiekonzern Fortum. Dieser will das angeschlagene deutsche Geschäft an den Bund abgeben.

Die Versorgungssicherheit ist der Sprecherin zufolge gegenwärtig gewährleistet, auch wenn die Lage angespannt und sehr ernst sei. Zuletzt hatte Russland die Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 deutlich reduziert, nun wird diese für etwa zehn Tage gewartet. Es sei unklar, wie es nach dem 21. Juli weitergehe. “Regulär müsste dann wieder Gas fließen, in welcher Menge auch immer. Es gibt ja da unterschiedliche Signale aus Russland.” Die Entscheidung, die Gas-Notfallstufe auszurufen, stehe derzeit nicht an.

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