Kapitalsorgen drücken UBS ins Minus

Zürich (Reuters) – Die US-Zollpläne und eine Rückstufung durch Analysten der Bank of America haben der UBS-Aktie am Donnerstag zugesetzt.

Am frühen Nachmittag notierten die Titel um 3,4 Prozent im Minus auf 28,51 Franken. Zuvor hatten der Vermögensverwalter bei 27,88 Franken ein Tagestief markiert. Die geplanten US-Einfuhrzölle von 25 Prozent auf Autos lösten weltweit große Sorgen über eine Eskalation in dem von US-Präsident Donald Trump entfesselten Handelsstreit aus und drückten den europäischen Bankenindex um 0,8 Prozent ins Minus.

Die UBS wurde zusätzlich vom Entscheid der Bank of America belastet, die Empfehlung für die Aktien der Schweizer Großbank auf “Underperform” zu senken. Die Unsicherheit über die zukünftigen Kapitalanforderungen in dem Land könnte bis 2027 anhalten, hieß es. Die Analysten gehen davon aus, dass die Bank 20 bis 25 Milliarden Dollar an zusätzlichen Kapital aufbringen muss.

Mit den strengeren Kapitalanforderungen will die Schweizer Regierung verhindern, dass die einzige verbleibende Großbank des Landes in Schieflage gerät und vom Steuerzahler gerettet werden muss. In kaum einem anderen Land ist eine einzelne Bank gemessen an der Wirtschaftsleitung im Verhältnis zur Bilanzsumme so groß wie die UBS in der Schweiz. Gemäss der mit “Too big for Switzerland?” überschriebenen Einschätzung senkte Bank of America das Kursziel auf 28 von 33 Franken.

(Bericht von Oliver Hirt. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)

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