Gerichtsakten: Mann fälschlicherweise aus USA abgeschoben

Washington (Reuters) – Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat nach Gerichtsangaben versehentlich einen Mann wegen mutmaßlicher Bandenmitgliedschaft nach El Salvador abgeschoben.

Danach erklärten Anwälte des Mannes, ihr Mandant sei kein Mitglied der Verbrecherbande MS-13. Sie forderten seine sofortige Rückkehr in die USA. Der Mann war am 15. März als mutmaßlich krimineller Ausländer nach El Salvador ausgeflogen worden, obwohl ein Richterspruch vorlag, der seine Abschiebung untersagte.

In dem Schriftsatz vom Montag heißt es, der Mann sei aufgrund eines “Verwaltungsfehlers” abgeschoben worden. “Dies war ein Versehen, und die Abschiebung erfolgte in gutem Glauben”, heißt es weiter. Die Anwälte forderten das Bezirksgericht von Maryland auf, die Rückkehr des Mannes in die USA anzuordnen. Zudem solle die US-Finanzierung seiner Inhaftierung in dem Mega-Gefängnis in El Salvador gestoppt werden, das sie als “berüchtigte Folterkammer” bezeichneten.

(Bericht von Susan Heavey, bearbeitet von Alexander Ratz,; redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an berlin.newsroom@tr.com)

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