Düsseldorf (Reuters) – Der Logistikriese DHL erwartet erst nach dem Jahr 2030 wieder steigende Gewinne in seinem kriselnden deutschen Brief- und Paketgeschäft.
Ziel sei es, den operativen Gewinn (Ebit) der Sparte Post&Paket von 2025 an bei rund einer Milliarde Euro zu stabilisieren, hieß es in am Donnerstag vorgelegten Dokumenten für den Kapitalmarkttag des Konzerns in London. Bis 2030 geht der Konzern dabei von weiter sinkenden Briefmengen aus, das Paketgeschäft soll gleichzeitig zulegen. Eine Rückkehr zum Ebit-Wachstum werde es dann erst nach 2030 geben. Steigende Gewinne werde es dann aber hauptsächlich im Paket-Geschäft geben. Seine Ziele für 2025 und darüber hinaus bekräftigte der Konzern – er sieht dabei Ebit-Wachstum in allen Sparten abseits des deutschen Brief- und Paketgeschäfts.
Im laufenden Jahr erwarten die Bonner einen operativen Gewinn (Ebit) von sechs Milliarden Euro oder mehr, bekräftigten sie. “Die Prognose berücksichtigt nicht die potenziellen Effekte aus Änderungen in der Zoll- und Handelspolitik, die erhebliche negative, aber auch positive Auswirkungen auf die DHL Group haben könnten”, hatte DHL Anfang März dazu weiter erklärt.
Mittelfristig will DHL-Chef Tobias Meyer den operativen Gewinn auf über sieben Milliarden Euro steigern. Zudem will er die Kosten drücken: Etwa 8000 oder rund vier Prozent der gut 190.000 Stellen in der Sparte Post&Paket Deutschland sollen wegfallen. Insgesamt will DHL über eine Milliarde Euro einsparen, zwischen 300 und 400 Millionen Euro sollen durch den Abbau eingesammelt werden, bekräftigte das Unternehmen.
(Bericht von Matthias Inverardi, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)