(Reuters) – Israel hat am Mittwoch mehrere Ziele in Syrien angegriffen.
Man habe in der syrischen Hauptstadt Damaskus sowie in den Städten Hama und Homs Militärstützpunkte und -infrastruktur attackiert, teilte das israelische Militär mit. Die Luftschläge hätten den Militärflughafen von Hama fast komplett zerstört, erklärte das syrische Außenministerium.
Israels Streitkräfte würden in Pufferzonen innerhalb Syriens bleiben und gegen Bedrohungen gegen Israel vorgehen, sagte Verteidigungsminister Israel Katz am Donnerstag. Die Luftangriffe am Vorabend seien “eine klare Botschaft und eine Warnung für die Zukunft – wir werden nicht zulassen, dass die Sicherheit des Staates Israel beschädigt wird.”
“Israel hat den Luftwaffenstützpunkt Hama komplett zerstört, um sicherzustellen, dass er nicht mehr genutzt werden kann”, sagte ein hochrangiges Mitglied des syrischen Militärs zu Reuters. Start- und Landebahnen, Tower, Waffendepots und Hangars seien unbenutzbar. Der Luftwaffenstützpunkt Hama war einer der wichtigsten Militärflughäfen des Landes. Er diente während des 13 Jahre andauernden Konflikts zwischen dem gestürzten Präsidenten Baschar al-Assad und den Rebellen als Drehkreuz für Bombenangriffe auf Oppositionsgebiete im Norden.
Eigenen Aussagen zufolge töteten die israelischen Streitkräfte in der Nacht zudem bei einem Angriff in der Region Tasil in Südsyrien mehrere bewaffnete Kämpfer. Während des Einsatzes seien die Soldaten unter Beschuss geraten und hätten mit Boden- und Luftschlägen darauf reagiert.
Israel hat während der Herrschaft Assads jahrelang Luftangriffe auf Syrien geflogen. Den israelischen Angaben nach waren Knotenpunkte für Waffentransporte Ziele der Luftangriffe. Die Einrichtungen standen demnach unter Kontrolle Irans und dienten der Versorgung der Hisbollah-Miliz im Libanon. Allerdings hat unter der neuen syrischen Regierung der Iran kaum noch Einfluss in dem Land.
(Bericht von Yomna Ehab, Jaidaa Taha, Sulieman Al-Khalidi und Tala Ramadan, geschrieben von Myria Mildenberger, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)