Zürich (Reuters) – Der Verkauf eines milliardenschweren Aktienpakets am Pharmariesen Novartis durch einen Gründungsaktionär ist in trockenen Tüchern.
Investoren waren bereit, die Aktien der Sandoz-Familienstiftung wie geplant zu 98,25 Franken zu kaufen, wie die mit der Transaktion betraute Investmentbank Goldman Sachs am Mittwoch mitteilte. Insgesamt wechseln damit 26,5 Millionen Aktien im Gesamtwert von drei Milliarden Dollar den Besitzer. Die Familienstiftung, die das Aktienpaket in der Emasan AG gebündelt hat, konnte für einen Kommentar vorerst nicht erreicht werden. Im frühen Handel verloren die Novartis-Aktien 2,5 Prozent und notierten bei 98,2 Franken.
Firmenangaben von Ende 2024 zufolge ist Emasan mit einem Anteil von 4,1 Prozent zweitgrößter Eigner von Novartis. Nummer eins ist die Großbank UBS. Das am Dienstagabend im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens angebotene Paket entspricht Goldman zufolge 1,2 Prozent der Titel des Schweizer Unternehmens. Sandoz war eine der beiden Vorgängerfirmen von Novartis. Der Pharmariese ging 1996 aus dem Zusammenschluss des Unternehmens mit dem Pharma- und Chemiekonzern Ciba-Geigy hervor.
Eine Novartis-Sprecherin erklärte am Vorabend mit Blick auf die Transaktion: “Die überwiegende Mehrheit unserer Aktionäre sind langfristig orientierte institutionelle Anleger, und wir gehen davon aus, dass dies auch so bleiben wird.”
(Bericht von Alexander Hübner, Paul Arnold und Oliver Hirt, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)