Düsseldorf (Reuters) – Der Logistikriese DHL rechnet angesichts der von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle mit einem Rückgang des internationalen Handels mit den USA.
Sollten die Zölle dauerhaft in Kraft bleiben, werde dies einen abschreckenden Effekt für den Handel mit den USA haben, sagte DHL-Chef Tobias Meyer am Donnerstag in London. Rund ein Viertel des Welthandels stehe in Beziehung mit den USA. “Einiges wird sich verschieben”, sagte Meyer. Dies müsse nicht schlecht für den Bonner Konzern sein, da seine Anteile am Transport über andere internationale Handelsrouten größer seien. “Andere Länder wollen weiter handeln”, betonte Meyer. Die Reaktion der DHL-Kunden auf Trumps Erklärungen müsse aber abgewartet werden.
Auch im Falle des Brexit habe es sinkende Volumina gegeben – dabei sei aber die Wertschöpfung für DHL bei Zoll-Dienstleistungen gestiegen, sagte Meyer weiter.
(Bericht von Matthias Inverardi, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bittean unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)