Inflation in China zieht wieder an

Peking (Reuters) – In China haben teurere Lebensmittelpreise die Inflation wieder stärker steigen lassen.

Die Verbraucherpreise zogen im Dezember um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, wie aus Daten des Statistikamts vom Donnerstag hervorgeht. Im November lag die Rate noch bei 1,6 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten mit dem Wert zum Jahresschluss gerechnet. Im Gesamtjahr 2022 lag die Inflation bei zwei Prozent und damit unter dem Ziel der Regierung von drei Prozent.

Die schwächelnde Binnennachfrage infolge der Corona-Beschränkungen in etlichen Millionen-Metropolen hatten die Inflation in China in den vergangenen Monaten gedämpft. Im Dezember gab China seine strikte Null-Covid-Politik auf, was zu einem starken Anstieg der Infektionen führte. Die Nachfrage der Konsumenten sank, es kam auch zu Produktionsausfällen.

Die Erzeugerpreise fielen im Dezember den dritten Monat in Folge. Sie lagen 0,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Im November waren sie noch um 1,3 Prozent gesunken. Im Gesamtjahr 2022 lagen die Erzeugerpreise jedoch um 4,1 Prozent höher als im Jahr zuvor.

(Bericht von Liangping Gao, Joe Cash, Liz Lee, geschrieben von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

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